Der Preisträger 2017

Das Börsenblatt ehrt den Journalisten Andreas Breitenstein für analytischen, aufs Überzeugen ausgerichteten Stil seiner Literaturkritik.

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© NZZ | Annick Ramp

Der Journalist und Literaturkritiker Andreas Breitenstein erhält den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2017. Die Jury lobt den Sachverstand und die Wissensbreite, mit denen der Preisträger Nationalliteraturen des gesamten ost- und mitteleuropäischen Raumes vermittelt. Haltung und Maßstäbe zeichneten seine Arbeit im Besonderen aus. In der Begründung heißt es: “Auf sein genaues Urteil kann man sich verlassen, denn stets liest und beurteilt er vor einem weiten Horizont, weiß Bücher philosophisch, historisch und politisch einzuordnen und über sie hinauszuweisen. Das hat in dem Europa unserer Tage auch politische Bedeutung.”

Andreas Breitenstein, Jahrgang 1961, studierte in Zürich Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Nach einem einjährigen Studien- und Sprachaufenthalt in den USA war er als Werbetexter und freier Literaturkritiker für die “Zürichsee-Zeitung”, den “Tages-Anzeiger” und die “Neue Zürcher Zeitung” (NZZ) tätig. Ab 1992 betreute er als Mitglied der NZZ-Feuilletonredaktion die Literaturen und Kulturen Österreichs, Osteuropas, Skandinaviens, Russlands, Lateinamerikas und Asiens. Sein Interessensschwerpunkt liegt bei Autoren aus dem österreichischen, skandinavischen und ostmitteleuropäischen Raum. Seit 2016 ist Breitenstein im NZZ-Ressort “Meinung und Debatte” tätig, bleibt der Kultur jedoch weiterhin redaktionell und als Kritiker verbunden.